Warum hast du eigentlich eine Maske auf? [Innisfree] It’s real Squeeze Masks (vs. Balea Aqua Tuchmaske)

Hey,

erstmal wollte ich mich für das nette Feedback der letzten Zeit bei allen lieben Lesern und Instagram-Followern hier bedanken und euch sagen, wie ich mich freue, dass meine Ergüsse auch gefallen! Hätte ich so ja mal nicht gedacht, wow. Bevor die Mutti hier aber rührsam wird, back to knallhartes Beautybusiness. Wollt Ihr mal euren Freund/ Mann richtig erschrecken? Eure Kinder traumatisieren? Und gleichzeitig eure Haut pflegen? Wenn das mal nicht enorme Effizienz verspricht. Möglich ist das mit Sheet Masks, die man vor einigen Jahren Tuchmasken genannt hätte und es gibt sie von diversen Marken in noch diverseren Preisklassen und allerdiversösesten Sorten. Ich hatte zuerst welche von The Face Shop und bei meinem letzten Korea-Haul (Boah, ich bin verbal im neuen Jahrtausend angekommen!) hab ich mit der Sorten drei von Innisfree das Girokonto belastet.

Innisfree_SheetMasks

Mittlerweile zieren zweimal die Woche fesche Sheet Masks mein pflegebedüftiges Gesicht. Moisturize me to death!

Die Marke

In meinem Liebeslied an das sehr feuchtigkeitsspendende Grüntee-Serum (hier nachzulesen: Review Green Tea Seed Serum) habe ich schon ein kleines Profil zu Innisfree verfasst. Unglaublich, dass ich die Marke null ansprechend fand, als ich das erste Mal im Beautyjunkies-Forum darauf stieß. Oh, ich Narr!

Gut betucht

Was sollen diese Sheet Masks/ Tuchmasken denn eigentlich? Es sind mit Essence oder im deutschen Sprachgebrauch vielleicht eher Serum getränkte und mehr oder minder gesichtförmige Zellstoffmasken, die man sich zur extra Verwöhnpflege nach der Reiniung und gegebenenfalls Toner für um die 20 Minuten aufs Gesicht legt, sich des Lebens und dann des gemoisturizeten Gesichtes freut. So die Theorie. In der Praxis lasse ich ungehorsamer Schlawiner die Teile während der abendlichen Surfrunde im Internetz so lange drauf, bis sie schon leicht trocken sind. Das gibt mir das Gefühl weniger zu verschwenden und gefühlt saugt meine Haut die Soße auf, da tatsächlich die Kinnpartie der Maske am schnellsten antrocknet und dort meine Haut auch wirklich in der miesesten Verfassung ist in Bezug auf Trockenheit. Hab ich schon über die 30% relative Luftfeuchtigkeit gejammert? Ich glaube ja. Im Idealfall hat man nach so einer Maske super durchfeuchtete Haut, teilweise kann man sich weitere Pflegeschritte sicher sparen. Etwas okklusives kommt post-maskiert sicher noch ganz fein, um die Feuchtigkeit einzuschließen. Die benutzte und angetrocknete Maske reibe ich am Ende nochmal über meine Arme und das Dekolleté, die bekommen somit auch noch etwas Gehätschel ab.

Hier meine doppelt getesteten Masken in aufsteigender Beliebtheitsreihenfolge:

Rose

Darf man momentan noch schreiben, dass man ein Produkt ob seines Geruches nett findet? Ich mag den leichten Rosenduft nämlich und kann getrost ignorieren, dass die Inhaltsstoffe kein großer Burner sind inklusive Ethanol an vierter Stelle.

Water, Glycerin, Butylene Glycol, Ethanol, Betaine, Citrus Paradisi (Grapefruit) Fruit Extract, Rosa Centifolia Juice (200mg), Xanthan Gum, PEG-60 Hydrogenated Castor Oil, Ethylhexylglycerin, Sodium Hyaluronate, Tangerine Peel Extract, Orchid Extract, The green Tea Extract, Camellia Leaf Extract, Prickly Pear Extract, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Fragrance

(Quelle der Inhaltsstoffe aller drei Masken: http://www.innisfreeworld.com)

Oh weh, ein INCI-Trauerspiel und nicht wirklich attraktiv für Fans reizarmer Pflege dank des bereits erwähnten Alkohols (böse 😉 ), des Grapefruitextraktes, des Extraktes aus Mandarinenschalen plus des Parfums (wenigstens am Ende und ohne deklarationspflichtige Komponenten). Die Rose an siebter Stelle ist mit 200 mg angegeben, aber was will uns der Künstler damit sagen? Je Packung? Pro Gramm sicher nicht. Pro 100 g? Dann lieber je Packung, jedenfalls ist es nur ein µ des beworbenen Inhaltsstoffes, sowas finde ich immer nicht so klasse. Aber das war mir alles vorher bewusst und ich hatte viele gute Meinungen zu den Masken gelesen und wollte sie dennoch einfach mal ausprobieren. Die Essence der Maske ist reichlich bemessen, alles ist ordentlich flitschy getränkt damit und meine Haut fühlt sich danach definitiv durchfeuchtet und gepflegt an. Innisfree versprechen mit dieser Maske Firming, also Straffung, naja, das würde ich jetzt mal nicht unterschreiben. Alles im allem finde ich die Maske solide, sehr angenehm, aber jetzt nicht wow wow wow.

Rice

Mit Reiskrams bekommt man mich ja fast immer. Keine Ahnung, was das auslöst in mir… Vielleicht weil mir Milchreis oral so ein Wohlgefühl beschert? Die Innisfree Reis-Tuchmaske wird mit Moisturizing beworben, häufig sind Reisprodukte auch für Brightening zuständig. Sie durfte jedenfalls zu mir, da sie zu den Masken gehört, die nicht bealkoholt sind.

Water, Glycerin, Butylene Glycol, Cetyl Ethylhexanoate, Caprylic/ Capric Triglyceride, Citrus Paradisi (Grapefruit) Fruit Extract, Oryza Sativa (Rice) Extract, Polyglyceryl-3-Methylglucose Distearate, Glyceryl Stearate, Dimethicone, PEG-100 Stearate, Carbomer, Xanthan Gum, Ethylhexylglycerin, Potassium Hydroxide, Aloe Barbadensis Leaf Juice, Sodium Hyaluronate, Citrus Unshiu Peel Extract, Orchid Extract, Camellia Sinensis Leaf Extract, Camellia Japonica Leaf Extract, Opuntia Coccinellifera Fruit Extract, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Fragrance

So, immerhin schonmal kein Ethanol in den vordersten Rängen! Alles sieht feuchtigkeitspendender aus und pflegender, es sind diverse Emollienzien am Start, Aloe Vera, Hyaluronsäure (respektive das Natriumsalz selbiger) und die Extrakte von Reis, Orchdieen, Tee, Kamelie und Kaktusfeige. Anstoß kann man Grapefruitextrakt, welcher schätzungsweise immer aus Konservierungsgründen zugegen ist, und Satsumaextrakt finden. Das alles ergibt eine milchige Essence, die eine ewig feuchte Maske tränkt, herrlich. Punkto Pflege ist die Maske definitv der Rosenvariante einen großen Schritt voraus, auch denen von The Face Shop (ich hatte Granatapfel, Reis, Zitrone und Avocado). Die im Gesicht verbleibende Essence braucht einen Moment danach noch zum Einziehen, dann picht -wie der Franke sagt- auch nichts mehr. Aber es geht noch besser…

Blackberry

Diese Maske hat mich am meisten überzeugt, auch wenn ich am wenigsten von ihr erwartete. Ebenso wie bei der Reismaske handelt es sich um ein ethanolfreies Produkt, die Essence ist wieder milchig und das Gros der Inhaltsstoffe kennt man bereits aus den anderen Masken (oder auch anderen Innisfree-Produkten), aber dennoch fühlt sich die Pflege bei dieser Maske am intensivsten an, das Versprechen Total Care wird gehalten.

Water, Glycerin, Butylene Glycol, Butylene Glycol, Citrus Paradisi (Grapefruit) Fruit Extract, Blackberry Juice (200mg), Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate, Glyceryl Stearate, Dimethicone, PEG-100 Stearate, Carbomer, Xanthan Gum, Ethylhexylglycerin, Potassium Hydroxide, Adenosine, Sodium Hyaluronate, Tangerine Peel Extract, Orchid Extract, The green Tea Extract, Camellia Leaf Extract, Prickly Pear Extract, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Fragrance

Da die Inhaltsstoffe nicht weltbewegend sind und diverse Dopplungen zu den anderen Masken bestehen, spare ich mir jetzt auch meine Dopplungen weitestgehend, okay? Wichtig ist mir, was hinten raus kommt und das ist toll gepflegte Haut. 🙂 Und daher hat mich diese Sorte auch definitiv am besten gefallen, davon brauche ich sicher Nachschub!

À propos Nachschub

Ja, den wird es geben. Aktuell warte ich auf die Sorte Acai Berry von Innisfree und um auch mal andere Marken auszuprobieren, habe ich noch einen Zehnerpack der Benton Snail Bee Tuchmasken bestellt. Von The Face Shop fand ich übrigens vor allem die Granatapfel gut, aber die Innisfree-Masken sind sowohl vom Maskenmaterial zarter als auch intensiver in der Pflege, zumindest die getesteten. Jetzt werde ich nur noch ein paar verschiedene Sorten ausprobieren denke ich. Auf der Innisfree-Homepage kann man von fast allen Varianten die Inhaltsstoffe einsehen, so gibt es auch keine unschönen Überraschungen, wenn man manche Stoffe meiden möchte, super!

Costa quanta?

Das schwankt stark. Direkt bei Innisfree gibt es aktuell das Angebot 10+10, also beim Kauf von zehn Masken bekommt man zehn geschenkt und wie wo was welche kann man komplett frei wählen. Das wären läppische 60 Cent (amerikanische) pro Maske, wenn ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre: Das Shipping knallt mies rein. Allerdings gibt es ab 70 $ Free Shipping, man könnte also eine riesige Bestellung dort tätigen, ziemlich sicher noch diverse Euronen für den Zoll dazurechnen und überlegen, ob sich das lohnt. Oder man schaut bei Ebay, da gibt es diverse Angebote und je mehr Masken man nimmt, desto günstiger wird es. Sucht euch einfach mal durch! Ich habe bei Jolse bestellt und da haben drei Masken knapp über 4 Euro gekostet.

Und was macht die gute deutsche Drogerie?

Auch Tuchmasken/ Sheet Masks verkaufen. Von Balea gibt es mittlerweile die Aqua Tuchmaske mit Algenextrakt für feuchtigkeitsarme Haut zum Kostenpunkt 95 Cent, wenn mich nicht alles täuscht. Das Material war viel grober und die Maske weniger feucht, weshalb sie auch viel schneller antrocknete und weniger Pflege hinterließ. Nach kurzer Zeit fühlte sich die Haut so an, als hätte ich die Maske nie benutzt, schade. Für sehr trockene Haut finde ich die Balea-Variante also eher ungeeignet und enttäuschend, vielleicht gefällt sie jemandem, der nicht viel Pflege benötigt und sich nur ab und an mal dieses Maskengefühl gönnen möchte. Oder wer die geil pflegenden Varianten aus Korea noch nicht kennt. Und mal im Ernst: Viel günstiger kommt man mit Balea auch nicht davon!  Was mir auch noch gefallen hat, waren die kleinen Augenklappen und tiefen Einschnitte an den Wangen/ dem Kinnbereich, damit kann man die Maske besser ans Kinn anpassen. Seitdem reiße ich die Innisfree-Masken etwas weiter an diesen Stellen ein und schwupps passen die auch besser. Hier mal die Inhaltsstoffe direkt von der dm-Homepage:

Aqua, Butylene Glycol, Glycerin, Betaine, Persea Gratissima Oil, Portulaca Oleracea Extract, Phenoxyethanol, Potassium Sorbate, Tocopheryl Acetate, Parfum, Polyglyceryl-4 Caprate, Xanthan Gum, Prunus Amygdalus Dulcis Oil, Rosa Canina Fruit Oil, Olus Oil, Caprylic/Capric Trigylceride, Dipotassium, Glycyrrhizate, Sodium Dehydroacetate, Sodium Ascorbyl Phosphate, Sodium Hyaluronate, Disodium EDTA, Morus Alba Root Extract, Citrus Medica Limonum Fruit Extract, Actinidia Chinensis Fruit Extract, Propylene Glycol, Sodium PCA, Oenanthe Javanica Extract, Nelumbo Nucifera Flower Extract, Hordeum Vulgare Leaf Extract, Magnesium PCA, Tocopherol, Fucus Vesiculosus Extract (der beworbene Algenextrakt!), Zinc PCA, Manganese PCA

Ja hm, warum pflegt das nicht, sind doch einige nette Sachen drin inklusive einiger fancy Extrakte?! Schaut mal an die siebte Stelle, da ist der Konservierungsstoff Phenoxyethanol, der darf höchstens mit einem Prozent laut Kosmetikverordnung eingesetzt werden. Kurz darauffolgend steht sogar gleich Parfum noch vor den ganzen netten Stoffen, die eigentlich pflegen könnten. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alles geile Wirkstoffpower sein kann, aber in dem Fall muss die Zusammensetzung für meine Haut so mau sein, da kann ich mir den Euro auch sparen.

Mein Fazit wäre, dass die dm-Variante neben den koreanischen Koryphäen echt abkackt, Haptik und Pflege sind einfach kein Vergleich. Langsam aber sicher trau ich mich echt nichts mehr hier zu kaufen. Asiatische Kosmetik ist einfach gerade viel cooler für mich! 😀 Wenn ich das nächste Mal an einem Rossmann vorbeikomme, werde ich aber trotzdem deren Tuchmaske noch ausprobieren. Immer diese Neugierde…

Eine schlechte Nachricht aber noch zum Schluss: Wenn einen Mann und Kind öfters mit so einem Teil im Gesicht sehen, nimmt der Schockereffekt leider ab und man hat nur noch die Pflege. Schade, man kann wohl nicht alles haben!

Danke für’s Lesen und macht es gut!

unterschrift

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7 Gedanken zu “Warum hast du eigentlich eine Maske auf? [Innisfree] It’s real Squeeze Masks (vs. Balea Aqua Tuchmaske)

  1. Bambi (@Bambi_12trees) schreibt:

    … und warum liegt hier Stroh?
    Ja, sorry, aber der musste ja kommen.
    Arrrgh, ich will auch endlich Sheet Masken! So eine kleine Testreihe, jeden Tag, zwei Wochen lang eine. – 1-Mask-1-Day ist ja Gang und Gäbe in Korea, wie ich gestern erst aufgeschnappt habe ^^ Aber irgendwie ich bin zu geizig und zu unentschlossen, welche ich nehmen soll.

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  2. Hello Starfish! schreibt:

    Jaaa, der musste kommen, genau so war es auch gemeint! 😀
    Wenn deine Haut eher trocken ist, dann könnte dir die Blackberry gefallen, die ist echt super. Ansonsten tut es schätzungsweise so gut wie jede erstmal. Täglich wären sie mir dann doch zu teuer und zu müllig. Außer diese 30er Packungen oder so, die es aus Japan gibt, da könnte man glatt nochmal drüber reden…
    Ich war gestern kurz davor, dich zu fragen, wie dein Fazit bezüglich der getönten Hada-Labo Sonnencreme ist nach einer Woche und dann hab ich mich doch zusammengerissen und sie nicht bestellt. Stattdessen eine Bottel Missha First Treatment Essence in der alten Version… *pfeif*

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  3. Alichino schreibt:

    Ich habe deinen Blog erst heute entdeckt und bin schon total in ihn vernarrt ^___^. Ich freue mich immer wie Schmidts Katze, wenn ich Blogger im deutschsprachigen Raum entdecke, die genauso einen Narren an koreanischer Pflege und Makeup gefressen haben wie ich. Die Masken von Innisfree habe ich leider noch nicht probiert, aber v.a. die Blackberry Variante hört sich ja vielversprechend an ^^ (bisher hatte ich nur Tuchmasken von Etude House und diversen koreanische NoName-Masken und war eher mäßig begeistert). Vielen Dank für deine tollen und ausführlichen Reviews!! Aber wenn du deine Kiddies schocken und deinen Mann vor Ehrfurcht erstarren lassen willst, kann ich dir die von Peking Opera Sheet Masks von Skin9village sehr empfehlen 😀 (gibt es u.a. bei Koreadepart) oder auch die zahlreichen Tiermasken ^^….

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    • Hello Starfish! schreibt:

      Hi Alichino,
      herzlich willkommen und entschuldige meine späte Antwort, habe den Blog gerade etwas vernachlässigt… Danke für die netten Worte!
      Die Tiermasken machen mich auch immer total an, aber dann knauser ich doch oft rum, weil Sheet Masks schon ins Geld gehen könne, ich am liebsten zwei bis drei Stück zur Meinungsbildung benutzen möchte und schwupps ist mein selbstgesetztes Monatsbudget schon aufgebraucht. Als letztes hab ich welche von My Beauty Diary ausprobiert und die eine Sorte bestand aus zwei Teilen, wobei der untere Teil ums Kinn herum hinter den Ohren festgespannt werden konnte. Ich sah aus wie ein Skincareperversling, hätte mich wegschmeißen können vor lachen. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch sehr empfehlenswert! 😀
      Liebe Grüße
      Kathrin

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